Ein Lehrer steht in einem Klassenraum und lächelt. Hinter ihm ist eine weiße Tafel

„Hier hätte ich auch gern meine Ausbildung gemacht“

Fabian Grundt ist Lehrer an den Oberlin Beruflichen Schulen

Fabian Grundt ist an den Oberlin Beruflichen Schulen seit 2022 Lehrer für Metalltechnik, Wirtschaft und Sozialkunde. Der 35-Jährige hat eine Ausbildung zum Industriemechaniker gemacht und sich danach zum Industriemeister Metall weitergebildet. 16 Jahre lang hat er in der Industrie gearbeitet. Mit seinem Meister und seiner pädagogischen Grundqualifizierung darf der Seiteneinsteiger in Brandenburg fachspezifischen Lehrstoff unterrichten. Berufsbegleitend studiert er derzeit Lehramt für Metalltechnik. 

  • 1. Warum haben Sie sich für die Oberlin Beruflichen Schulen entschieden?

    Auf die Schule aufmerksam geworden bin ich durch die gute Internet-Präsenz. Ich war sofort vom ganzen Angebot und dem Gelände überzeugt – mitten im Grünen, mitten in Potsdam und nah an Berlin. Die direkte Verbindung von Theorie und Praxis hat mir ebenfalls imponiert. Wichtig waren mir auch die Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Das hat alles gepasst. 

    Das Konzept der kleinen Klassen geht auf und Inklusion funktioniert hier sehr gut. Hier stimmt das Gesamtpaket: bunte Vielfalt, hohe Qualität. Das sind auch meine persönlichen Ansprüche. Hier hätte ich auch gern meine Ausbildung gemacht. Was mir auch gut gefällt: Mit dem Erasmus-Programm können Azubis Auslandspraktika absolvieren. Das ist meiner Erfahrung nach für Betriebe sehr wichtig. Sie bekommen einen gut ausgebildeten jungen Menschen, der über den Tellerrand hinausgeschaut hat.
     

  • 2. Wie groß sind die Klassen?

    Wir haben sehr kleine Klassen mit 6 bis 15 Schülerinnen und Schülern. Das Konzept der Beruflichen Schulen ist: mehr Aufmerksamkeit auf die Schüler legen zu können, auf Besonderheiten, auf Fragen. Vor den Oberlin Beruflichen Schulen war ich 2 Jahre lang Lehrkraft an einem Oberstufenzentrum. Dort unterrichtete ich in Klassen mit 25 bis 30 Jugendlichen. Da ist der Blick auf jeden Einzelnen sehr viel schwieriger.

    In den kleinen Klassen kenne ich sehr schnell jeden Schüler mit Namen. Das ist gut, weil sich der Kontakt und die Beziehung schneller aufbaut. Hier lernen auch Schüler, die zuerst an einem OSZ waren und dort untergegangen sind. Sie sind in der großen Klasse nicht zurechtgekommen. In kleinen Klassen unterstützen sich die Azubis gegenseitig. 

    Unsere Schülerinnen und Schülern machen ihre Ausbildungen im Berufsbildungswerk oder in Betrieben in Potsdam und Umgebung. Mit diesen gibt es einen regelmäßigen und guten persönlichen und telefonischen Kontakt. 

  • 3. Wie empfangen Sie ihre Azubis?

    Grundsätzlich immer mit guter Laune, mit einem Lächeln und einem kräftigen „Guten Morgen“. Ich starte in einer neuen Klasse am ersten Unterrichtstag zunächst mit einem gemeinsamen Kennenlernen. Selbstverständlich stelle auch ich mich vor – meinen beruflichen und privaten Werdegang.

    Durch meinen eigenen Lebensweg gebe ich authentische Anreize, dass eine Ausbildung eine gute Grundlage für Weiterentwicklung sein kann, oder auch für andere Berufe wie beispielsweise den Hufschmied. Nach der Ausbildung wartet eine Vielfalt an Optionen auf die jungen Menschen – egal ob Übernahme, Weiterbildung oder Vollausbildung.

  • 4. Was sind die Herausforderungen für Sie als Lehrer und für die Azubis – was hat sich eventuell in den letzten Jahren geändert?

    Der technische Wandel spielt eine große Rolle. Das erfordert ständige Weiterentwicklung auch im theoretischen Unterricht. Als Lehrer muss ich auf die Veränderungen und auch auf die Bedürfnisse der Azubis eingehen. Wir sind für einen modernen Unterricht verantwortlich. Folglich sind wir angehalten, neue Methoden und neue Tools zu vermitteln, um die Auszubildenden auf ihr zukünftiges Arbeitsleben bestens vorzubereiten.

    In den Oberlin Beruflichen Schulen werden die Azubis auf die Bedingungen und Herausforderungen am Arbeitsmarkt gut vorbereitet: Auch, weil sie hier in inklusiven Teams arbeiten, wo die Fähigkeiten aller geschätzt und soziale Kompetenzen gelernt werden.

    Das Lehrer-Schüler-Verhältnis hat sich geändert: Lehrer sind heute mehr auf Augenhöhe, das ist mir persönlich ganz wichtig. Gegenseitiger Respekt, Wertschätzung und Offenheit sind die Softskills, die ich vermittle und erwarte.

  • 5. Welche Möglichkeiten gibt es neben der Ausbildung noch für Azubis auf dem Gelände in der Steinstraße?

    Für die theoretische Ausbildung ist es etwas ganz Großartiges und Seltenes, dass wir auf einem Gelände umfassendes, praktisches Anschauungsmaterial zur Verfügung haben. Die Theorie kann in den Werkstätten im Oberlin Berufsbildungswerk – nur wenige Schritte vom Unterrichtsraum entfernt – praxisnah vermittelt werden. So entsteht live vor Ort ein optimaler Lerneffekt. Der Maschinenpark hier ist überragend ausgestattet und sehr modern. Da hat das Oberlin Berufsbildungswerk sehr viel zu bieten.

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Du kannst in unseren Oberlin Beruflichen Schulen den theoretischen Teil deiner Ausbildung absolvieren, auch wenn dein Praxispartner nicht zum Oberlinhaus gehört. Wir bieten den Unterricht für mehr als 30 Ausbildungsberufe an – im kaufmännischen, gastronomischen und handwerklichen Bereich. 

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