So sieht Arbeiten und Lernen in der Heilerziehungspflege aus
Einblick in einen Beruf, der Menschen stärkt und Entwicklung möglich macht

Heilerziehungspflege? Noch nie gehört? Kein Problem. Ob dieser Beruf zu Ihnen passt, erfahren Sie hier.
Heilerziehungspfleger:innen (HEPs) arbeiten mit Menschen mit Behinderung. Der Beruf verbindet sinnvolle Arbeit mit guten Zukunftschancen – für den Berufseinstieg ebenso wie für einen Neustart. In der berufsbegleitenden Ausbildung verdienen Sie von Anfang an ein Gehalt und können finanziell unabhängig sein.
Hier erhalten Sie einen ehrlichen Einblick in den Beruf, die Ausbildung und die Erfahrungen von Madeleine Meyer. Sie unterrichtet angehende HEPs an den Beruflichen Schulen im Oberlinhaus.
Fragen und Antworten zur Heilerziehungspflege
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Was machen Heilerziehungspfleger:innen?
Heilerziehungspfleger:innen begleiten Menschen mit Behinderung jeden Alters im Alltag. Sie unterstützen dabei, möglichst selbstbestimmt zu leben und eigene Entscheidungen zu treffen. Dazu gehören die Bereiche Wohnen, Arbeit und Freizeit. Ziel ist es, Menschen zu stärken und ihre individuellen Fähigkeiten zu fördern.
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Das klingt nach einer entspannten Arbeit. Was steckt dahinter?
Einkaufen, kochen, Sport treiben oder kreativ sein gehören zum Arbeitsalltag. Diese Tätigkeiten sind jedoch gezielt eingesetzte pädagogische Mittel. Sie helfen dabei, Selbstständigkeit, soziale Kompetenzen und persönliche Entwicklung zu fördern. Gleichzeitig kann die Arbeit auch herausfordernd sein, etwa in Konflikt- oder Krisensituationen. Der professionelle Umgang damit ist Teil der Ausbildung.
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Wie gestaltet sich die theoretische Ausbildung in den Beruflichen Schulen?
Der theoretische Unterricht findet an zwei Tagen pro Woche in Präsenz an den Beruflichen Schulen in Potsdam-Babelsberg statt. Die Klassen bestehen aus maximal 27 Auszubildenden. Der Unterricht umfasst pro Tag vier Blöcke mit jeweils 2 × 45 Minuten und ist in sieben Lernfelder gegliedert:
- Ein professionelles berufliches Selbstkonzept entwickeln und gestalten Lernfeld
- Beziehungs- und Kommunikationsprozesse professionell gestalten Lernfeld
- Menschen in behindernden Lebenssituationen teilhabe-orientiert begleiten und pflegen
- Unterstützungsprozesse in verschiedenen Lebenssituationen teilhabe-orientiert gestalten
- Bildungs- und Entwicklungsprozesse methodengeleitet planen, gestalten und reflektieren
- Institutionen und Team entwickeln sowie im Sozialraum und mit Netzwerken kooperieren
- Heilerziehungspflegerisches Handeln im beruflichen Kontext
Ergänzt werden die Lernfelder durch Fächer wie Deutsch, Englisch, Biologie und Politische Bildung.
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Wie läuft der theoretische Unterricht ab?
Der Unterricht ist praxisnah und handlungsorientiert. Das bedeutet, dass Wissen nicht nur vermittelt, sondern auch angewendet wird. In Fachräumen für Pflege, Kunst, Musik oder in der Schulküche werden Methoden erprobt und reflektiert, die später im Berufsalltag eingesetzt werden.
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Wie viel und wo arbeiten die Auszubildenden neben dem Unterricht?
An drei Tagen pro Woche arbeiten die Auszubildenden mindestens 20 Stunden in einer sozialen oder schulischen Einrichtung. Zum Beispiel im Oberlinhaus in Wohnangeboten für Kinder, Jugendliche oder junge Erwachsene mit Behinderung. Zusätzlich absolvieren sie ein Pflichtpraktikum von 200 Stunden in einem weiteren Tätigkeitsbereich.
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Arbeiten und lernen gleichzeitig: Warum entscheiden sich viele dafür?
Die berufsbegleitende Ausbildung ist anspruchsvoll, bietet aber viele Vorteile. Die Auszubildenden verdienen von Anfang an Geld, sammeln praktische Erfahrung und sind früh Teil eines festen Teams. Das macht die Ausbildung besonders attraktiv für Berufsanfänger:innen und für Menschen, die sich beruflich neu orientieren möchten.
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Was sind die Vorteile der berufsbegleitende HEP-Ausbildung?
Die enge Verbindung von Theorie und Praxis ist ein großer Vorteil. Erfahrungen aus dem Arbeitsalltag fließen direkt in den Unterricht ein. So bleibt der Unterricht nah an der Praxis und kann gezielt auf aktuelle Fragestellungen eingehen.
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Berufsanfänger und Quereinsteiger: Was bedeutet das für das Klassengefüge?
In den Klassen lernen Menschen zwischen 18 und 56 Jahren gemeinsam. Diese Mischung ist eine große Stärke. Jüngere bringen aktuelles Schulwissen mit, Ältere ihre Lebens- und Berufserfahrung. Alle profitieren voneinander und unterstützen sich gegenseitig.

Ausbildung mit Gehalt von Anfang an
Wir bilden Berufsanfänger:innen und Quereinsteiger:innen zu Heilerziehungspfleger:innen (HEP) in Potsdam und Berlin berufsbegleitend aus. Arbeiten Sie gleich in dem Job und verdienen Sie sofort ab 3.278 Euro brutto bei einer Vollzeit-Anstellung (Tarifvertrag AVR DWBO – Entgeltgruppe 5).
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