Arbeiten in Kinder-Wohnstätten

Dennis über seine schönsten Momente in der Ausbildung zum Heilerziehungspfleger

Dennis Muth ist im 3. Lehrjahr seiner berufsbegleitenden Ausbildung zum Heilerziehungspfleger (HEP) bei den Oberlin Lebenswelten. Der 22-Jährige ist in einer Wohnstätte ein Alltagsbegleiter für Kinder und Jugendliche mit Behinderung und/ oder Autismus. 

Die Heilerziehungspflege erfordert jede Menge Fachwissen – etwa in der Grundpflege, um z. B. bei der Nahrungsaufnahme Hilfestellung zu geben, und wenn es darum geht, die jungen Klientinnen und Klienten gezielt im Sozialverhalten oder in ihrer persönlichen Entwicklung zu unterstützen. Wenn Kinder und Jugendliche durch seine Förderung Fortschritte machen, dann geht Dennis Muth, wie er sagt, mit einem Lächeln nach Hause. 

"Hier kann ich etwas bewirken"

  • 1. Was schätzen Sie an Ihrer Arbeit im Oberlinhaus?

    Hier kann ich selbstbestimmt arbeiten und habe viel Gestaltungsfreiheit. Natürlich haben die Kinder und Jugendlichen die Möglichkeit, ihren Tagesplan selbst zu gestalten, das klappt super mit Piktogrammen. Am liebsten fahren sie Straßenbahn und gehen Eis essen. Aber ich kann Anregungen geben und meine eigenen Interessen und Hobbys einbringen. 

    In meinem Team sind wir alle relativ gleichgestellt, meine Arbeitsleistung und ich als Mensch werden wertgeschätzt. Das heißt nicht, dass es keine Kritik gibt, aber das Miteinander stimmt, es wird Wert auf eine respektvolle Kommunikation gelegt und die Hierarchien sind flach. 

  • 2. Was ist Ihnen sonst noch wichtig im Job?

    Ich möchte dazulernen. Hier habe ich die Möglichkeit dazu, z. B. wenn es um die Förderung der Kinder und Jugendlichen geht. 

    Zuvor hatte ich meine Ausbildung als Heilerziehungspfleger bei einem anderen Arbeitgeber begonnen. Dort ging es vor allem darum, die Freizeit von Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu gestalten. Das war anfangs schön, hat mich jedoch nicht herausgefordert.

  • 3. Haben Sie Glücksmomente bei der Arbeit?

    Ja, hier kann ich wirklich was bewegen. Ein Kind hat z. B. beim Frühstück immer nur ein Wort gesagt, um verständlich zu machen, was es gerne essen wollte. Ich habe dem Kind sprachlich mehr zugetraut und es immer wieder motiviert, in ganzen Sätzen zu sprechen, bis es geklappt hat. „Wenn Klienten solche Fortschritte machen, geht man mit einem Lächeln nach Hause.

    Ein anderes Kind wollte beim Spazierengehen immer gleich über die Straße rennen – ohne auf die Autos zu achten. Jetzt nach einiger Zeit des Zurückhaltens und Erklärens stoppt es immer am Straßenrand und deutet erst einmal in die Richtung, in die es gehen möchte. Wenn man das gemeinsam erreicht, macht mich das stolz. 

  • 4. Wie ist das Verhältnis zu den Kindern und Jugendlichen?

    Mit der Zeit baut man Bindungen auf – im Team und zu den Klienten. Einer war mal einige Wochen mit seiner Familie im Ausland, den habe ich nach kurzer Zeit richtig vermisst. Und das beruht auf Gegenseitigkeit: Vor einiger Zeit gab es eine Neugliederung der Wohngruppen. Die Kinder und Jugendlichen aus meiner alten Gruppe klingeln heute immer noch an der Tür, um uns, ihren “alten” Heilerziehungspflegern, “Hallo” zu sagen. Manche der älteren Kollegen haben Kinder aufwachsen sehen. Ich bin sehr gerne hier.

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